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23.04.2012

Kooperationsvertrag zur individuellen Förderung bei unterbrochenen Lernwegen


von links: Barbara Manschmidt (v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel), Michael Uhlich (Bezirksregierung Detmold), Dr. Ulrich Voigt (Bildungsnetz Förderung:Individuell e. V.)

Die Bezirksregierung Detmold, der Stiftungsbereich Schulen der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und der BFI e. V. unterschreiben Kooperationsvereinbarung

Individuelle Förderung für Schülerinnen und Schüler mit unterbrochenen Lernwegen

Detmold.
Am 23.04.2012 haben der Abteilungsdirektor Schulen der Bezirksregierung Detmold, Michael Uhlich, die Geschäftsführerin des Stiftungsbereichs Schulen der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, Barbara Manschmidt, und der Vorsitzende des BFI e. V. – Bildungsnetz Förderung:Individuell (bfiev), Dr. Ulrich Voigt, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die zum Ziel hat online gestützte Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit unterbrochenen Lernwegen durch die Internetschule JuLe weiter zu entwickeln und zu erproben.

Das Angebot JuLe (Junge Menschen mit unterbrochenen Lernwegen) richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit unterbrochenen Lernwegen wie langfristige Erkrankungen, lange Abwesenheit von schulischen Angeboten, besondere Förderbedürftigkeiten, Wartezeiten nach Maßnahmen. Es ist besonders bezogen auf die Lernenden, die über die bestehenden Angebote nicht erreicht werden können, wie z. B. Schülerinnen und Schüler, die sich im Krankenhaus in Quarantäne befinden.

Das Angebot reicht von der Bereitstellung von Inhalten zum Üben und Vertiefen, über die Unterstützung bei der Rückführung in eine Lerngruppe bis hin zur Vorbereitung auf Schulabschlüsse.

Die für JuLe notwendige Infrastruktur wird durch die Nutzung der bewährten MokoDesks (Mobile kooperative Schreibtische), die für die Betreuung in LARS (Lernen auf Reisen-Schule) entwickelt wurden, bereitgestellt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Angebote in Form von Wochenplänen. Die Lernbegleitung wird über mehrere Kommunikationswege (Annotationen, Mail, Chat) gewährleistet. Die Arbeitsergebnisse werden in einem Portfolio gespeichert und besprochen. Dabei wird auf die Erfahrungen und erarbeiteten Inhalte aus LARS zurückgegriffen.

Die Lernbegleitung wird von wenigen fest abgeordneten Stammlehrern, die verschiedene Schulformen und Fächer abdecken, angeboten. Hinzu kommen qualifizierte Lehrerinnen und Lehrer mit einer temporären bedarfsorientierten Beauftragung.

Die Idee basiert auf 6-jährigen Erfahrungen des Online-Dienstes LARS (ca. 120 Nutzer), einer Internetschule für Schülerinnen und Schüler aus beruflich reisenden Familien in OWL und Erprobungen mit sieben Schülerinnen und Schülern aus dem oben genannten Adressatenkreis.


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