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08.07.2019

Stredoklucky und nicht Prag?! Wo liegt das denn….?


von rechts: Agnes Freise und die Fachlehrerin/ Agrar der Partnerschule Veronika Zuzova. In der Mitte vorn Carsten Polkläsener-Kruse, 2. von links Stefan Kvitov (Werkstattlehrer der Partnerschule) sowie Schüler des KBK

Diese Frage und noch viele mehr beantworteten sich vom 02.06- 08.06.2019 sieben Schüler aus dem Gartenlandschaftsbereich und zwei Lehrkräfte vom Kerschensteiner Berufskolleg beim ersten deutsch-tschechischen Schüleraustausch.

Vorangegangen waren diesem Schüleraustausch viele Monate der Vorbereitung, zahlreiche Gespräche und Mails, ein Besuch von 2 Lehrkräften der tschechischen Partnerschule Integranova Skola Stredoklucky (ISS) im September 2018 und ein Beantragungsmarathon für notwendige Fördergelder. Doch Mitte Mai 2019 konnte Koordinator und Lehrer am KBK, Carsten Polkläsener-Kruse, der Schulleitung und den Schülern „grünes Licht geben“.

Somit begann ein Organisationsmarathon für die Begleiter Agnes Freise (Fachkundelehrerin im Bereich Gartenlandschaftsbau) und Carsten Polkläsener-Kruse. Doch Ende gut alles gut und die einhellige Meinung nach dem Austauschprojekt war: “Wir würden es jederzeit wieder machen, aber man kann immer noch etwas verbessern bzw. ändern!“

Nach einer 10-stündigen Zugfahrt und der Ankunft am Prager Hauptbahnhof begann das „Abenteuer“ Tschechien. Erschöpft, aber gut gelaunt und voller Erwartungen startete die Gruppe ihr Austauschprojekt mit Tschechien, welches dem Projektthema - Gestaltung einer chilligen Sitzecke im Schulgarten der tschechischen Partnerschule-, gewidmet war.

Dieses Projekt, der Besuch des Deutschunterrichts, die tschechische Kultur und Geschichte, sowie der Aufbau sozialer Kontakte zu unseren tschechischen Nachbarn zog sich durch die gesamte Projektwoche.

Natürlich durfte das Highlight, der Besuch der tschechischen Hauptstadt Prag, dabei nicht fehlen. Bei sommerlichen Temperaturen und unter der fachkundigen Führung der beiden tschechischen Deutschlehrer Jitka Rudzikova und Zdeneck Rohacek wurden alle Erwartungen von Prag übertroffen. Wie könnte so ein Tag schöner enden als mit einem fantastischen Ausblick über Prag, umgeben von vielen jungen Pragern und guter Musik.

Weiterhin wurden die Praktikumsbetriebe der Auszubildenden im Garten-/ Landwirtschaftsbereich erkundet, welche im monatlichen Wechsel mit der Berufsschule besucht werden. Das tschechische Ausbildungssystem ist im Gegensatz zu Deutschland rein schulisch angelegt, mit der Verbindung der Praxis in Form von Praktika.
Der Besuch der Burg Karlstein erbaut von Kaiser Karl IV als Schatzkammer der Reichsinsignien, ebenso wie der Besuch einer Festungsanlage oder botanische Wanderungen rundeten das rundum gelungene Programm ab.

Das System der „Mehrsprachigkeit“, eine Mischung aus Deutsch, Tschechisch, Englisch und Zeichensprache hat hier gute Dienste geleistet. Dabei konnte zum Ende des Austausches eine deutliche Verschiebung des Wortschatzes zum Tschechischen bzw. der tschechischen Schüler zur deutschen Sprache festgestellt werden.

Dank gilt besonders der tschechischen Koordinatorin vor Ort, Jitka Rudzickova, die stets mit Rat und Tat zu überzeugen wusste und die alle besonders ins Herz geschlossen haben. Mit der Schulleitung der tschechischen Schule wurden erste Pläne für einen Gegenbesuch in 2020 vereinbart.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass Offenheit für Neues viele Hürden überwinden lässt und das ist das Hauptziel eines grenzüberschreitenden Europas. Wir haben diesen Gedanken vor Ort gelebt und mit Leben gefüllt und so ist es nicht verwunderlich wenn ein Schüler zu mir sagt: „Mir gefällt es hier richtig gut und ich würde gerne noch verlängern!“

Wir kommen gerne wieder nach Stredoklucky.

Text geschrieben von Carsten Polkläsener-Kruse (Lehrer am KBK Bethel)

 

 

 

 

 

 

 

 


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